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Finanzplanung

Finanzplanung

Wieso ist eine Finanzplanung so wichtig?

Bevor ich auf das ganze Thema Finanzplanung genauer eingehe, habe ich eine Bitte:

Nehmen Sie sich kurz 1-2 Momente Zeit, gehen Sie in sich, und fragen Sie sich: Was ist dieses Jahr alles in meinem Unternehmen vorgefallen. Sind Maschinen defekt oder neue Betriebsmittel erforderlich? Benötige ich mehr Personal, weil sich mein Betrieb vergrößert hat? Was steht nächstes Jahr sonst noch alles auf dem Programm?

Geschafft? Super!

Fragen Sie sich jetzt noch schnell: Kann ich genau sagen, ob ich genügend Mittel zur Verfügung habe um all diese Veränderungen umzusetzen?

Ja? Herzlichen Glückwunsch! Sie haben in Ihrem Unternehmen wohl den vollen Durchblick! :-)

Oder – und das geht den allermeisten so – ist es eher schwer zu sagen?

Diese Erfahrung hatte zumindest ich, als ich mich das erste Mal intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt habe – und mir ist im Nachhinein erst so einiges über die Situation meines Unternehmens bewusst geworden.

Was bringt es Ihnen jetzt viel Zeit zu investieren um eine genaue Finanzplanung auszuarbeiten? Die Antwort ist simpel.

Sie erhalten ein solides Fundament zur Planung und Weiterentwicklung Ihres Unternehmens in der Zukunft. Dabei vereinfacht und erleichtert Ihnen eine durchdachte, ehrliche Finanzplanung zukünftig komplexe Entscheidungen in Ihrem Unternehmen zu treffen.

Wie ist ein Finanzplan aufgebaut?

Finanzplanung

Finanzplanung

An sich ist es kein Hexenwerk eine vernünftige Finanzplanung aufzustellen – vorausgesetzt Sie haben alle notwendigen Zahlen direkt zur Hand.

Die gute Nachricht: Sie müssen nicht besonders kreativ arbeiten. Eine Finanzplanung ist immer im gleichen simplen Gerüst aufgebaut ist.

Grundsätzlich wird der komplette Finanzplan gerne in 4 Bereiche aufgeteilt:

  1. Bedarfsmittel
  2. Finanzierung
  3. Rentabilität
  4. Liquidität

Nun werden diese Begriffe leider häufig genutzt und in unterschiedlichsten Zusammenhänge angewendet. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass trotzdem oft noch unklar ist, was sich hinter den Begriffen eigentlich verbirgt. Im Folgenden habe ich für Sie Fragen zur Orientierung formuliert:

1. Kapitalbedarfsplanung

  • Benötige ich Betriebsmittel für die Verwaltung?
  • Benötige ich Betriebsmittel für die Werkstatt?
  • Benötige ich Betriebsmittel für den Vertrieb?
  • Benötige ich neue Maschinen?
  • Stelle ich neues Personal ein?
  • Benötige ich neue Fahrzeuge?
  • Will ich meinen Betrieb vergrößern?
  • Wie viel Material benötige ich?
  • Etc.

2. Finanzierungsplanung

  • Wie viel Geld habe ich auf dem Konto?
  • Von wem erhalte ich das Geld?
  • Wie lange laufen meine aktuellen Kredite noch?
  • Wie hoch sind die Zinsen der Kredite jeden Monat?
  • Wann bezahlen meine Kunden ihre Rechnungen und wie hoch sind diese?
  • Wie lange will ich meine Investition nutzen?
  • Muss ich kaufen oder kann ich leasen?
  • Können meine Vorhaben mit dem aktuell vorhandenen Geld bezahlt werden?
  • Oder wie viel weiteres Geld benötige ich noch zusätzlich?
  • Etc.

3. Rentabilitätsprognose (GuV)

  • Wie viel Geld soll am Ende des Jahres übrig bleiben?
  • Wie hoch sind meine aktuellen Kosten?
  • Wie hoch ist mein aktueller Umsatz?
  • Berechnen sie ganz konkret Ihren Stundenlohn, sind Sie damit zufrieden?
  • Wie viel muss ich verdienen, um am Ende des Jahres keinen Verlust zu haben?
  • Wie viel Geld erhalte ich, wenn ich mein Unternehmen jetzt verkaufen würde?
  • Was könnte ich mit diesem Geld verdienen, wenn ich es für etwas anderes einsetzen würde? (Opportunitätskosten)
  • Kann ich mit meinem Unternehmen mehr Geld verdienen, als mit der Alternative?
  • Etc.

4. Liquiditätsplanung

  • Wann werden Zahlungen ab – bzw. dazu gebucht?
  • Wie hoch sind diese Zahlungen?
  • Wie regelmäßig sind die Zahlungen
  • Etc.

Budgetplan

Der Budgetplan stellt eine kompakte Zusammenfassung der 4 Bereiche Kapitalbedarfs-, Finanzierungs-, Liquiditätsplanung sowie der Rentabilitätsprognose dar. Vor allem für Unternehmen im Klein- und Mittelstand dient der Budgetplan dazu, sich schnell und unkompliziert einen Überblick über die aktuelle Lage seines Unternehmens zu verschaffen. Auch die zukünftigen Erwartungen für die nächsten Jahre zu bestimmen, fällt Ihnen dann einfacher. Insgesamt ist der Budgetplan ein beliebtes und anwendungsfreundliches Instrument, sein Unternehmen nachhaltig voran zu bringen und gleichzeitig Sicherheit über seine Finanzen zu haben.

Dazu finden Sie auch hier eine kostenlose und vorgefertigte Excel Vorlage.

Jetzt gilt es nur noch die erforderlichen Zahlen einzutragen.

Wie erhalte ich die Zahlen für meine Finanzplanung?

Jetzt gibt es nur noch eine Hürde: Wie erhalte ich diese Zahlen? Dabei können Sie auf viele unterschiedliche Methoden zurückgreifen. Im Folgenden stelle ich Ihnen die in der Praxis am häufigsten angewendeten Möglichkeiten vor:

Inventur

Inventur - das oftmals nervenaufreibende Zählen langer Regalwände

Inventur – das oftmals nervenaufreibende Zählen langer Regalwände

Inventur – bei diesem Begriff sind in der Vergangenheit schon viele Geschäftsinhaber blass geworden. Warum? Einerseits, weil viele damit einen enormen Aufwand verbinden und sich andererseits davor scheuen, die aktuellen Bestandszahlen vorgelegt zu bekommen und schwarz auf weiß die Differenzen (meistens unerklärliche Fehlmengen, Schwund) auf dem Tisch zu haben. Für eine ordentliche Finanzplanung ist eine Inventur jedoch von enormer Bedeutung. Basierend auf einer ehrlichen IST-Situation, fällt es Ihnen später leichter und einfacher, die richtigen Entscheidungen für das kommende Jahr zu treffen – und wer möchte das nicht gerne?

Falls Sie mit diesem Thema noch nicht ganz vertraut sind und wissen wollen was es für unterschiedliche Möglichkeiten und Methoden gibt, lesen Sie einfach unseren Beitrag zur Inventur!

Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

GuV – auch ein Begriff, der bei Vielen die Alarmglocken auslöst. Grundsätzlich geht es in der Gewinn- und Verlustrechnung darum, den wirtschaftlichen Erfolg Ihres Unternehmens in einem Jahr darzustellen. Ob das Ergebnis am Ende des Jahres erfreulich ist oder eher nicht zufriedenstellend ausfällt, stellt häufig eine Überraschung dar – und auf diese Art von Überraschung verzichtet man doch gerne, nicht? In der GuV ermitteln Sie Ihre Aufwendung auf der einen und Ihre Erträge auf der anderen Seite. Je nachdem welcher der beiden Teile überwiegt, bestimmt das Jahresergebnis.

Das Ergebnis der Finanzplanung auf den Punkt gebracht

Durch eine Finanzplanung fällt es Ihnen leichter, das zukünftige Jahresergebnis abzuschätzen. Sie kennen zum einen Ihren Bestand und Ihre Vorräte. Zum anderen wissen Sie welche Investitionen in nächster Zeit anstehen und wie viel diese kosten werden. Gleichzeitig ist Ihnen zu jedem Zeitpunkt bewusst, wie viel Geld Sie auf dem Konto haben und ob sich Ihre ganze Arbeit lohnt.

Je nachdem, welche Veränderung Sie anstreben, können Sie nun frühzeitig gezielte Maßnahmen ergreifen. Dadurch sind Sie in der Lage das Ergebnis bewusst positiv zu beeinflussen. Stellen Sie sich vor: Am Ende des Jahres blicken Sie entspannt auf ihr Jahresergebnis. Wieso? Weil Sie schon wissen, was Sie erwartet. :-)

Was können Sie jetzt tun?

Hat Ihnen der Artikel weitergeholfen? Dann nehmen Sie sich für die nächste Finanzplanung genug Zeit um die einzelnen Punkte durchzugehen.

Falls Sie an ein paar Stellen noch etwas unsicher sind:

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Bildquelle: Fotolia, © Focus Pocus LTD, © industrieblick

 

Hier finden Sie unsere Beiträge zum Thema Finanzplanung

 

Inventur - Tipps & Tricks zur effizienten Bestandsaufnahme

Die Inventur – Arten, Durchführung, Fallstricke

Begriff „Inventur“ – was ist das? Inventur – bei diesem Begriff sind in der Vergangenheit schon viele Geschäftsinhaber blass geworden. Warum? Einerseits, weil viele damit einen enormen Aufwand verbinden und sich andererseits davor scheuen, die aktuellen Bestandszahlen vorgelegt zu bekommen und schwarz auf weiß die Differenzen (meistens unerklärliche Fehlmengen, Schwund) auf dem Tisch zu haben. Typische Fragen, welche im Zusammenhang mit der Inventur auftreten: Was ist überhaupt die Inventur und wer muss eine Inventur machen? Welche Inventurarten gibt es? Wie hat eine „gute“ Inventur abzulaufen? Müssen Inventuren immer nervenaufreibend sein, weil danach das böse Erwachen in Sachen Soll- und Ist-Zahlen kommt? ...
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