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Höhere Gewalt als Risiko

Höhere Gewalt © Andrii Yakanskyi

Höhere Gewalt – darunter fällt der Hagelsturm, der die Schaufenster zerstört. Der Streik der Gewerkschaft verhindert die pünktliche Ankunft und durch Schneeberge verpassen Sie den Anschlusszug. Höhere Gewalt steht für alles, was uns alle von außen trifft – ohne, dass Gegenwehr funktioniert. Hoffnungslos ergeben? Sehen Sie höhere Gewalt als Risiko, das Sie managen! Wir erklären wie und geben Ihnen einen kostenlosen Leitfaden an die Hand!

Höhere Gewalt – was steht hinter dem Begriff?

Ob Glück, Schicksals-Segen oder Fluch – höhere Gewalt kommt von außen und liegt nicht in der Hand der Betroffenen. Probleme im Betrieb sind in der Regel nachvollziehbar und haben Ursachen. Diese spüren Sie beispielsweise mit der 5-Why-Methode und dem Ishikawa-Diagramm auf. Anders sieht es aus, wenn die globale Wirtschaft durch ein Pandemie-Risiko droht zusammenzubrechen: Lieferketten zerreißen, Beschränkungen auf unbestimmte Zeit zwingen zur Neuorientierung. Die Internetleitung, über die Sie das Telefon und Ihre Warenbestellung regeln, bleibt weg, weil Kanalarbeiten die Kabel zerreißen.

Es gibt viele Szenarien, in denen wir das Gefühl der Schutzlosigkeit spüren. Betrifft es die Gesundheit, rücken Arbeit und Psyche oder die Nachfolgeregelung in den Fokus. Von diesem Blickwinkel aus, suchen wir neue Möglichkeiten, höhere Gewalt mess- und steuerbar zu machen. Eine Risikoanalyse im Rahmen des Risikomanagements achtet auf (un-)vorhersehbare Ereignisse und findet Strategien. Unser kostenloser Risikoleitfaden am Ende des Artikels hilft Ihnen, sich für zukünftige Gefahren zu wappnen!

Höhere Gewalt von allen Seiten
Höhere Gewalt von allen Seiten

Welche Auswirkungen höherer Gewalt sind vorstellbar?

Nicht jeden betrifft ein Schreckensszenario gleich. Wohnen Sie auf dem Berg, ist eine Überschwemmung weniger gefährlich. Arbeiten Sie analog, stört Sie der Internetausfall nicht. Treffen Sie Ihre Kunden grundsätzlich in virtuellen Räumen, ist ein Pandemie-Risiko unter Kontrolle. Für jeden Menschen und jedes Unternehmen stellen Risiken unterschiedlich hohe Bedrohungen dar. Wir beleuchten im Folgenden und in unserem Leitfaden am Ende des Artikels unterschiedliche Bereiche.

Wirtschaftliche und globale Auswirkungen höherer Gewalt

Woher beziehen Sie Ihre Waren und Materialien? Gibt es einen Hauptlieferanten oder arbeiten Sie mit mehreren Unternehmen zusammen? Was passiert, wenn durch einen Blitzschlag das zentrale Lager des Lieferanten abbrennt? Eine Pandemie zu immensen Lieferzeiten führt?

Die Antwort ist nicht höhere Lagerbestände, sondern Diversifizierung der Lieferketten. Mit Quick Response Manufacturing und Lean Production sind erprobte Systeme für niedrige Lagerbestände und schnelle Lieferzeiten verfügbar.

Jede Risikoanalyse stößt an die Grenzen des Vorstellbaren. Nutzen Sie Ihre Geschäftsprozesse, um Schnittstellen für erhöhte Gefahren auszumachen. Auf welchen Wegen kommen Ihre Materialien und wie erhalten Ihre Kunden ihre Produkte?

Änderungen im Betrieb und auf dem Markt

Mögliche Veränderungen betreffen alle Kernprozesse vor Ort: Wie erreichen Ihre Kunden Sie? Welche Kanäle stehen zur Verfügung und wovon hängen diese ab?

Erfüllen Sie die Kundenansprüche und reagieren auf neue Wünsche?

Typische Risikofaktoren betreffen die IT-Infrastruktur, die Haustechnik und die Zugänglichkeit der Räume. Ein Hochwasser bedroht neben Lager und Ausstattung Ihre Erreichbarkeit. Gleiches gilt, wenn vor Ihrer Ladentür eine Großbaustelle beginnt. Eine technische Errungenschaft bedeutet das Aus für Ihre Produkte  – wie reagieren Sie?

Diese Risiken erfassen Sie, sobald sie eintreten. Als Vorbereitung lohnen sich verschiedene Maßnahmen:

Im Ernstfall verbrauchen Sie keine wertvolle Zeit und Energie, um sich den Überblick zu verschaffen. Gut gerüstet reagieren Sie schneller und effizienter!

Höhere Gewalt im Team

Ihr wichtigster Mitarbeiter erhält eine niederschmetternde Diagnose oder benötigt Teilzeit für die Pflege Angehöriger? Sie brauchen eine Auszeit oder haben Rückenbeschwerden? Unvorhersehbar sind Änderungen des Arbeitsrechts mit einschneidenden Neuerungen: Sind bisherige Verhältnisse tragbar oder kommt es zu Kündigungen?

Diese Fragen zielen in die gleiche Richtung: Was passiert, wenn sich in der Belegschaft grundlegende Dynamiken ändern? Die Wissensvermittlung bei Einarbeitung oder Ausfall bringt gerade kleine Unternehmen in Schwierigkeiten. Schließen Sie aus Krankheitsgründen Ihren Laden drohen Kundenverlust und massive Einbußen. Ein Unternehmenshandbuch sichert als Leitfaden viele Schlüssel-Informationen. Eine Gefährdungsbeurteilung sorgt für sicheres Arbeiten nach Arbeitsrecht. Fallen Mitarbeiter aus, lohnt sich die rechtzeitige Vorbereitung einer Wiedereingliederung. Wir bleiben bei unserer Devise: Vorbeugung und Vorbereitung schaffen im Ernstfall Freiraum für neue Ideen – oder Einarbeitung neuer Mitarbeiter oder Azubis.

Auswirkungen Höherer Gewalt
Auswirkungen Höherer Gewalt

Wie schütze ich mich, meine Mitarbeiter und meinen Betrieb vor höherer Gewalt?

Risikomanagement hat Grenzen. Es ist unmöglich, sich auf alles vorzubereiten. Die erste Grundlage sind klare Verhältnisse. Unsere Adonis Tipps helfen Ihnen beim digitalen Abbild. Unsere Reihe zum Risikomanagementprozess beleuchtet viele Faktoren und die optimale Herangehensweise zur Risikosteuerung. Das Risiko “Höhere Gewalt” benötigt mehr Kreativität. Wenn Sie Ihre Ausgangslage kennen und dokumentieren, erfassen Sie mit Techniken wie der Mindmap mögliche Gefahren. Gehen Sie hier nicht zu tief in die Überlegungen, sondern orientieren sich an folgenden Bereichen:

Diversifizieren gegen höhere Gewalt

Wenn Sie spezialisiert sind, lohnt sich dieser Punkt am meisten! Was passiert im Worst Case-Szenario und Ihr Produkt ist nicht mehr marktfähig? Gerade in der Automobil-Branche konzentrieren sich viele Zulieferer auf einen Abnehmer. Was passiert, wenn dieser aus dem Markt ausscheidet oder nicht mehr bei Ihnen kauft? Bricht ein Vertriebsweg weg, brauchen Sie andere, beispielsweise bei einer kaputten Telefonleitung. Flexibilität im Ernstfall stellt Ihre größte Versicherung dar und gehört in Ihr Risikomanagement.

Richtige Kalkulation für den Ernstfall

Ein schwieriger Punkt ist die Kalkulation des Unkalkulierbaren. In der Corona-Krise war der Liquiditätsplan in aller Munde für die staatliche Förderung. Viele Unternehmer sind gegen bekannte Gefahren versichert und kalkulieren ihre Preise knapp. Das rächt sich, sobald ein finanzieller Engpass oder Extrakosten drohen. Hier raten wir zur Suche nach Verschwendung im Unternehmen. Die drei wichtigsten Kennzahlen liefern darüber hinaus eine Orientierung, wie schnell Ihr Betrieb arbeitet.

Mithilfe einer ordentlichen Datenaufbereitung und beispielsweise der ABC-Analyse erfassen Sie Schwachstellen im Ablauf. Das richtige Risikomanagement beinhaltet, die eigenen Prozesse zu prüfen und zu verbessern. Mit dieser Grundlage kalkulieren Sie Ihre Preise angemessen und mit Rücklagen für den Ernstfall.

Flexibilität bei außergewöhnlichen Ereignissen

Sie ahnen es: Anpassung an neue Gegebenheiten ist essenziell für Betriebe. Die digitale Transformation ist ein gutes Beispiel, gerade in Krisenzeiten und bei Ladenschließung. Eine informative Website, ein Online-Shop und passendes Engagement in Social Media sorgen für Reichweite ohne Öffnungszeiten. Sinnvolle Maßnahmen zur Kundenbindung über das CRM erhalten Ihre Stammkunden ohne immensen Aufwand. Halten Sie sich Ihren Rücken durch gute Vorbereitung frei, um flexibel auf Risiken höherer Gewalt zu reagieren.

Vorsichtsmaßnahmen für Risikomanagement
Vorsichtsmaßnahmen für Risikomanagement

Höhere Gewalt schlägt erbarmungslos zu? Wir helfen!

Schicksalsschläge sind einschneidende Erlebnisse, die jeden aus der Bahn werfen. Sorgt ein Vorfall für starke Veränderungen im Betrieb, sorgt ein externer Berater für einen klaren Blick. Wir helfen Ihnen, zurück auf die richtige Spur zu finden. Krisenmanagement ist gleichzeitig die Chance, Veränderungen vorzunehmen. Unser Vorgehen bleibt individuell und auf den jeweiligen Betrieb genauestens abgestimmt: In einem kostenlosen Erstgespräch hören wir uns Ihre Sorgen an und entwickeln mit Ihnen gemeinsam einen abgestimmten Plan.

Lassen Sie sich nicht von Höherer Gewalt in die Knie zwingen, sondern behalten Sie den Überblick durch sorgfältiges Risikomanagement! Unser kostenloser Leitfaden führt Sie durch die ersten Schritte – sorgen Sie vor!

Mit besten Grüßen

Johanna Pöhlmann

Bildquelle: Canva.com © Andrii Yalanskyi

Bonustipp zu höherer Gewalt: Unser Risikoleitfaden!

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