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Risikomanagement im kleinen Unternehmen

Risikomanagement Nur wer wagt gewinnt
Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren!? Vincent van Gogh

Keine Chance ohne Risiko

Ein Risiko ist laut Duden der mögliche negative Ausgang einer Unternehmung. Damit verbunden sind Nachteile, Verluste oder Schäden.

Auch Sie sind mit der Gründung Ihres eigenen Betriebes Risiken eingegangen. Als Existenzgründer haben Sie die Sicherheit eines festen Einkommens aus dem Angestelltenverhältnis aufgegeben. Zugleich haben Sie wahrscheinlich viel Geld in Hand genommen, um Ihren Traum zu verwirklichen.

Doch auch nach der erfolgreichen Gründung und mit langjähriger Erfahrung als selbständiger Unternehmer, bleiben Risiken bestehen. Denn Chancen und Risiken gehören im Leben untrennbar zueinander.

Während es uns im Privatleben oft leichter fällt, Risiken zu erkennen und einzuschätzen, fehlt das Risikobewusstsein im Kontext vieler kleiner Unternehmen leider häufig. So käme wohl niemand auf die Idee, eine stark befahrene Straße zu überqueren, ohne sich umzusehen. Das Risiko eines schweren Unfalls stände in einem krassen Missverhältnis zur Chance der „gewonnenen Zeit“.

Der Ausfall von Maschinen, mangelnde Mitarbeiter-Motivation oder fallende Marktpreise sind dagegen Risiken, die oft unbeachtet bleiben. Aber auch höhere Gewalten wie Unwetter oder Feuer zählen zu den Risiken, die man als Unternehmer nicht unterschätzen sollte.

Nach einer Studie des Handelsblattes haben nur 20% – 40% der deutschen mittelständischen Unternehmen eine Risikostrategie. Das sollte zu denken geben und ist oft einer der wesentlichen Gründe, warum Banken mit Krediten für Unternehmen sehr zurückhaltend reagieren.

Was ist Risikomanagement?

Risikomanagement: Der Prozesskreislauf

Risikomanagement: Der Prozesskreislauf

Risiken lauern überall. Deshalb sollten auch Sie Ihren Betrieb systematisch auf Schwachstellen hin überprüfen. Das methodische Identifizieren, Analysieren, Bewerten, Steuern und Überwachen von Risiken bezeichnet man als Risikomanagement. Wichtig ist, dass es sich dabei um einen Prozess handelt, der immer wieder von neuem beginnt.

Gelingt es Ihnen ein gutes Riskmanagement zu betreiben, werden Sie

  • mit geringerer Wahrscheinlichkeit Verluste realisieren
  • leichter Zugang zu frischem Geld bekommen
  • deutlich weniger insolvenzgefährdet sein

Genormtes Risikomanagement

Natürlich – wie könnte es anders sein – gibt es auch für das Risikomanagement eine Norm: Die ISO 31000. Der weltweit gültige Standard zum Thema Risikomanagement folgt drei Prinzipien:

  • Das Risikomanagement ist eine Führungsaufgabe
  • Umgesetzt werden soll ein Top-down-Ansatz: Bei der Betrachtung von Sinnzusammenhängen arbeitet man sich vom Abstrakten zum Konkreten vor
  • Die ISO 31000 ist eine allgemeine Grundlage, die verschiedene Risiken eines Unternehmens berücksichtigt

Bei der Anwendung der ISO 31000 in kleinen und mittleren Unternehmen sind einige Besonderheiten zu beachten. Neben den historisch gewachsenen Führungsstrukturen zählt dazu auch der hohe Spezialisierungsgrad in Bezug auf Märkte, Verfahren und Produkte. Auch sollte die starke Vernetzung mit Kunden und Lieferanten, das begrenzte Kompensationsvermögen bei Ausfällen und die geringere Eigenkapitalausstattung beachtet werden.

Risikomanagement im Handwerk

Ideen, wie Sie gerade im Handwerk Ihr Risikobewusstsein schärfen können, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Sind Sie sich erst einmal bewusst, dass auch Risken zu Ihrem beruflichen Alltag dazugehören, können Sie anfangen, einzelne Risiken zu identifizieren. Damit schaffen Sie die Grundvoraussetzung für die Risikobewertung. Hierbei geht es um die Ermittlung der Eintrittswahrscheinlichkeit, der Schadenshöhe und des Risikowertes. Bei der anschließenden Phase – der Risikosteuerung – geht es darum, geeignete Maßnahmen zu finden, mit welchen den ermittelten und bewerteten Risiken begegnet werden kann. Im letzten Prozessschritt – der Risikoüberwachung – schließlich gilt es zu erkennen, ob sich einzelne Risken im Zeitverlauf verändern oder sogar eingetreten.

Unterstützt werden kann das Risikomanagement vor allem in den Bereichen Analyse, Messung und Überwachung durch die FEMA – die Fehlermöglichkeits- und Eintrittsanalyse. Sie hilft dabei, Fehler schon vor der Entstehung zu vermeiden, statt sie nachträglich zu korrigieren.

Tipp!Ein systematisches Risikomanagement ist (über)lebensnotwendig! Sollten Sie deshalb noch tiefer in das Thema einsteigen wollen, empfehlen wir Ihnen unseren limitierten internen Bereich oder gleich eine Anfrage zu einer individuellen Betreuung.

 

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Melden Sie sich jetzt kostenlos zu der UAS Mitgliedschaft an! Ihre E-Mail: Ihr Vorname: Ihr Nachname: Wie ich es versprochen hatte, schließe ich heute am letzten Oktobertag 2010 meine kleine Reihe zum Thema Risikomanagement Prozess mit dem vierten Teil  - der Risikoüberwachung ab. In diese Reihe hatte ich bisher die  . . . Risikoanalyse (erster Teil am 29. Mai) Risikobewertung (zweiter Teil am 26. Juli) Risikosteuerung (dritter Teil am 21. September) behandelt und nun schließt sich der Risikomanagement Prozess - Kreislauf mit der ... 4. Risikoüberwachung Um was geht es in der Phase der Risikoüberwachung? Zentral geht es bei der ...
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Risikosteuerung im Risikomanagementprozess

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Heute folgt nun der zweite Teil der bereits am 29. Mai angefangenen kleinen Serie zum Thema Prozesse im Risikomanagement. In diesem zweiten Teil möchte ich einen intensiveren Blick auf die Phase der Risikobewertung werfen. Kurz noch einmal zur Erinnerung – hier die vier Phasen des Risikomanagement Prozesses bestehend aus den vier Phasen . . . Risikoanalyse Risikobewertung Risikosteuerung Risikoüberwachung Aus der Risikoanalyse steht als Output nun eine umfassende Zusammenstellung aller ermittelten möglichen Risiken dokumentiert und aufbereitet als Ergebnis und somit wiederum als Input für die Risikobewertung zur Verfügung. Nun geht es darum die identifizierten Risiken zu bewerten. Es sollten die ...
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Risikomanagement-Wie Sie Ihre Risiken in den Griff bekommen

Risikoanalyse im Risikomanagementprozess

Melden Sie sich jetzt kostenlos zu der UAS Mitgliedschaft an! Ihre E-Mail: Ihr Vorname: Ihr Nachname: Im Artikel Prozesse im Risikomanagement vom 09. Mai 2010 hatte ich avisiert, in einer kleinen Reihe von Artikeln den Risikomanagementprozess vorzustellen. Wie bereits kurz beschrieben, besteht der Risikomanagementprozess aus vier Phasen. Risikoanalyse Risikobewertung Risikosteuerung Risikoüberwachung ...
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Risikobewusstsein und Risikomanagementprozess

Der ursprüngliche Artikel stammt von Yves Mollenhauer und wurde ehemals im Blog denken-prozessen veröffentlicht. Nach Einstellung des Blogs und der Archivierung der Beiträge hier im Blog wurde der Artikel im März 2014 von mir grundlegend überarbeitet. Ausgangspunkt der Überlegungen von Yves Mollenhauer war das Buch IT-Risikomanagement leben! Was ist Risikomanagement? Eine kurze Einordnung… Unter Risikomanagement versteht man ganz Allgemein das planmäßige und systematische identifizieren, analysieren und bewerten von Risiken in einer Organisation. Auch Ihr Handwerksbetrieb bzw. Ihr Kleinunternehmen ist eine Organisation. Dieser Ablauf des Identifizieren von Risiken, der Analyse der Risiken, der Bewertung von Risiken, der Steuerung von Risiken und ...
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