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Risikobewertung im Risikomanagementprozess

Risikomanagement-Wie Sie Ihre Risiken in den Griff bekommen

Heute folgt nun der zweite Teil der bereits am 29. Mai angefangenen kleinen Serie zum Thema Prozesse im Risikomanagement. In diesem zweiten Teil möchte ich einen intensiveren Blick auf die Phase der Risikobewertung werfen.

Kurz noch einmal zur Erinnerung – hier die vier Phasen des Risikomanagement Prozesses bestehend aus den vier Phasen . . .

  1. Risikoanalyse
  2. Risikobewertung
  3. Risikosteuerung
  4. Risikoüberwachung
Phasen der Risikobewertung

Phasen der Risikobewertung

Aus der Risikoanalyse steht als Output nun eine umfassende Zusammenstellung aller ermittelten möglichen Risiken dokumentiert und aufbereitet als Ergebnis und somit wiederum als Input für die Risikobewertung zur Verfügung.

Nun geht es darum die identifizierten Risiken zu bewerten.

Es sollten die ermittelten Risiken durch eine weitere Gruppe von Mitarbeitern überprüft und die Schadenshöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeit und der Risikowert ermittelt werden.

Es ist sehr wichtig, dass nicht dieselben Personen die die Risikoanalyse durchführt haben die Risikobewertung durchführen. Hier wirken möglicherweise Diskussionen und unterschiedliche Sichtweisen, die in der Analysephase auftraten nach und beeinflussen möglicherweise – den Bewertungsprozess.

Schätzen der Schadenshöhe

Hier entspricht die Schadenshöhe den Kosten die entstehen, wenn das Risikos eintritt.

Schätzen der Eintrittswahrscheinlichkeit

Bei der Wahrscheinlichkeit muss ein prozentualer Wert ermittelt werden, der bei der Betrachtung aller Risiken eine Einordnung z.B. in sehr gering, gering, mittel, hoch, sehr hoch zulässt.

Indem man die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Schadenshöhe multipliziert, erhält man einen sogenannten Risikowert. Dieser Wert trägt hiermit also einen monetären Wert z.B. in Euro und gibt dadurch sofort eine Vorstellung der Auswirkung des Risikos bei Eintritt.

Mit diesem Risikowert ist es nun sehr leicht, festzustellen welche Risiken besonders zu behandeln sind und welche der Risiken eher keiner intensiven Beobachtung unterzogen werden müssen.

ACHTUNG:

Dies muss jedoch nicht so bleiben, denn Risiken verändern sich im Projektverlauf zuweilen.

Spätestens jetzt muss die nachfolgenden Frage von der Gruppe für jedes Risiko beantwortet werden.

Welche Auswirkung hat das jeweilige Risiko auf das „Magische Viereck“?

Wir erinnern uns, dass „Magische Viereck“ bestehend aus der Zeit, den Kosten, der Qualität und dem Umfang.

Risikobewertung Input und Output

Risikobewertung Input und Output

Zusammen mit dem Risikowert und dem Wissen, welche Auswirkung das entsprechende Risiko hat – besteht die Möglichkeit ganz klar herauszuarbeiten, wie mit welchem Risiko umgegangen werden muss.

Gleichzeitig sollte in diesem Zusammenhang auch eine Zuordnung der einzelnen Risiken zu den Projektphasen erfolgen. Somit verteilen sich die Arbeiten des Risikomanagement Prozesses im Bezug auf die Anzahl der ermittelten Risiken auf die einzelnen Phasen des Projekts und entlasten die Mitarbeiter die sich mit dem Thema beschäftigen.

Bereits hier werden mit Sicherheit erste Ideen entstehen, mit welchen Maßnahmen man das eine oder andere Risiko begegnen will und kann.

Die Ergebnisse der Risikobewertung bilden die Grundlage für die dritte Phase des Risikomanagement Prozesses – der Risikosteuerung – die ich dann im dritten Teil betrachten werde.

 

Bildquelle: Fotolia, © Gino Santa Maria

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