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Risikosteuerung im Risikomanagementprozess

Risikomanagement-Wie Sie Ihre Risiken in den Griff bekommen

Heute möchte ich nun endlich den dritten Teil des Risikomanagement Prozesses veröffentlichen. Der zweite Teil liegt doch tatsächlich schon einige Tage zurück (26. Juli). Ich habe vor einigen Wochen ein kleines Plugin in den Blog eingebaut. So kann ich sehen, auf welche Artikel am meisten zugegriffen wird. Und siehe da, gerade die beiden ersten Teile des Risikomanagement Prozesses werden intensiv gelesen.

Phasen der Risikosteuerung

Phasen der Risikosteuerung

Hier noch einmal kurz die vier Phasen des Risikomanagement Prozesses.

  1. Risikoanalyse (erster Teil am 29. Mai)
  2. Risikobewertung (zweiter Teil am 26. Juli)
  3. Risikosteuerung (dritter Teil am 21. September)
  4. Risikoüberwachung (vierter Teil im Oktober – versprochen!)
Risikosteuerung Input und Output

Risikosteuerung Input und Output

Als Input für die Risikosteuerung werden die Ergebnisse aus der Analyse und der anschließenden Bewertung genutzt.

Um was geht es in der Phase der Risikosteuerung?

Bei der Risikosteuerung geht es darum, geeignete Strategien für die ermittelten und bewerteten Risiken zu definieren und daraus Maßnahmen zur Begegnung der Risiken abzuleiten. Gute Risikosteuerung ist gekennzeichnet durch proaktives Handeln. Hier wird nicht gewartet, bis ein Risiko eingetreten ist oder der Eintritt unmittelbar und unausweichlich bevorsteht.

Haben Sie die identifizierten Risiken bzgl. der Eintrittswahrscheinlichkeit (EW) und der Schadenshöhe (SH) beispielsweise in entsprechende Quadranten eingeteilt – leiten Sie hieraus den Umgang und die Maßnahmen ab.

Strategien des Risikomanagement sind . . .

  • Risikoakzeptanz (EW & SH = niedrig)
  • Risikoverlagerung (EW = niedrig & SH = hoch)
  • Risikoverminderung / Risikobegrenzung (EW = hoch & SH = niedrig)
  • Risikovermeidung (EW & SH = hoch)
Risikostrategiequadranten

Risikostrategiequadranten

Empfehlenswert ist die Einordung der identifizieren Risiken zu den einzelnen Strategien durch einen Risikoworkshop vorzunehmen. Hier können gemeinsam die Risiken auf die vier Quadranten verteilt und dann gemeinsam die Maßnahmen abgeleitet werden. Auch die Frage der Verantwortlichkeiten kann hier geklärt werden. Somit erzielen Sie eine hohe Akzeptanz der getroffenen Entscheidungen.

Wichtig ist, dass die Verantwortlichkeiten für die einzelnen Risiken definiert sind – so ist jedem Verantwortlichen klar, welche Risiken er zu betreuen hat und welche Maßnahmen umgesetzt werden müssen.

Bei allen definierten Maßnahmen geht es im Grund darum, die hohen Werte (Schadenshöhe und / oder Eintrittswahrscheinlichkeit) zu senken. Alle Maßnahmen sollte auf die Ursachen fokussiert sein – die den Eintritt des Risikos verursachen können. Gelingt dies – rutschen die Risiken in andere Quadranten und die Risiken des Eintritts verringern sich.

Aber natürlich ist dies keine Einbahnstraße immer in Richtung Eintrittsreduzierung – in die andere Richtung kann es durch die Dynamik (denen Risiken im Projektverlauf unterliegen) ebenfalls gehen. Da kann es durchaus passieren, dass ein wenig beachtetes Risiko – eingeordnete in den Quadranten – Risikoakzeptanz – auch mal ganz schnell in den Quadranten Risikovermeidung rutscht. Dann muss sich ebenfalls die Liste der TOP – Risiken verändern und auch für dieses Risiko entsprechend der Strategie Maßnahmen definiert und umgesetzt werden.

Gerade die soeben beschriebene Situation birgt große Risiken, da es in der Natur des Menschen liegt – die Dynamik auszublenden und sich an einer einmal festgelegten Strategie und Prioritätenliste zu klammern.

In meiner beruflichen Praxis habe ich gelegentlich genau diese Situation erlebt und fand mich dann in heftigen Diskussionen wieder bzgl. der Änderung von Risikostrategien und Anpassung der TOP – Risikoliste.

Die durchzuführenden Maßnahmen verursachen einen entsprechenden monetären Aufwand, der in einem gesunden betriebswirtschaftlichen Verhältnis zum Ausmaß des Risikos bei Eintritt stehen muss. Ebenfalls sollte ganz klar – vorher – definiert werden bis wann die Maßnahmen umgesetzt sein müssen. Eine Überprüfung –  der Aufwände,  der Einhaltung der Zeiten für die Umsetzung der Maßnahmen und ob die Wirkung der Maßnahme zum erwarteten Erfolg geführt hat – sollte nicht vergessen werden.

Im letzten Teil des Risikomanagement Prozesses geht es um die Überwachung von Risiken.

 

Bildquelle: Fotolia, © Gino Santa Maria

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