Menu

Risikomanagementprozess: Risikoüberwachung

Risikomanagement-Wie Sie Ihre Risiken in den Griff bekommen
Sie wollen sich weitere nützliche
Inhalte für Ihren Betrieb sichern?
Melden Sie sich jetzt kostenlos
zu der UAS Mitgliedschaft an!

Ihre E-Mail:

Ihr Vorname:

Ihr Nachname:

Wie ich es versprochen hatte, schließe ich heute am letzten Oktobertag 2010 meine kleine Reihe zum Thema Risikomanagement Prozess mit dem vierten Teil  – der Risikoüberwachung ab.

Phasen der Risikoueberwachung

Phasen der Risikoueberwachung

 

 

 

 

 

 

 

 

In diese Reihe hatte ich bisher die  . . .

  1. Risikoanalyse (erster Teil am 29. Mai)
  2. Risikobewertung (zweiter Teil am 26. Juli)
  3. Risikosteuerung (dritter Teil am 21. September)

behandelt und nun schließt sich der Risikomanagement Prozess – Kreislauf mit der …

4. Risikoüberwachung

Um was geht es in der Phase der Risikoüberwachung?

Zentral geht es bei der Überwachung von Risiken darum, zu erkennen ob sich ein identifiziertes Risiko im Projektverkauf verändert bzw. ob ein Risiko eintritt. Tritt diese Situation ein, ist es zwingend erforderlich diese Veränderung / den Eintritt umgehend den verantwortlichen Entscheidern mitzuteilen.

Wie überwacht man nun die zugewiesenen Risiken und woran erkennt man, wann was zu tun ist?

Gehen wir einmal davon aus, dass Sie als einer von mehreren Verantwortlichen für drei Risiken Verantwortung tragen. Nehmen wir weiterhin an, dass diese drei Risiken in einer entsprechenden Verbindung zueinander stehen. Dann werden Sie sich kontinuierlich fragen, ob Situationen eingetreten sind oder es absehbar ist, dass Situationen entstehen – die den Eintritt des / der  Risikos(en) auslösen. Auf genau diese Indikatoren müssen Sie während der gesamten Überwachung achten.

Für die Ihnen zugewiesenen Risiken wurden entsprechende Maßnahmen definiert. Hier gilt es festzustellen, ob diese Maßnahmen – so wie beschlossen – umgesetzt werden und ob die Durchführung der  Maßnahme genau auf das Nichteintreten des Risikos wirkt. Denn es gibt durchaus auch die Möglichkeit, dass eine definierte Maßnahme keinerlei Wirkung auf den Eintritt des Risikos hat. In diesem Fall muss dies kommuniziert und es müssen wirkungsvollere Maßnahmen definiert werden.

Risiken unterliegen im Verlauf der Zeit entsprechenden Veränderungen – Risiken sind dynamisch bzw. die Rahmenbedingungen für den Eintritt des Risikos sind es. Dies trifft zweifelsohne auch für Ihre drei Risiken zu – denn die Risiken befinden sich nicht in einem Vakuum und wie bereits erwähnt stehen die Risiken in einer Beziehung zueinander. Ändern sich die Rahmenbedingungen für den Eintritt, ist eine erneute Überprüfung und Analyse zwingend erforderlich.

Risikoueberwachung Input und Output

Risikoueberwachung Input und Output

In der Grafik können Sie sehr gut die Voraussetzungen für die Risikoüberwachung als „Input“ dargestellt sehen. Hier finden Sie sich als entsprechender Verantwortlicher auch wieder. Die erneute Überprüfung wird in der Grafik als „Durchführung von Risikoreviews“ bezeichnet. Diese Reviews sollten regelmäßig durchgeführt werden, damit rechtzeitig Veränderungen erkannt werden und die erforderlichen Schritte zeitnah eingeleitet werden können. Durch die Beziehung der Risiken zueinander, kann es bei Auslösen eines Risikos zu einer Kettenreaktion kommen. D.h. weitere Risiken in Ihrem Verantwortungsbereich oder aber auch im Verantwortungsbereich anderer Risikoüberwacher können eintreten. Somit ist es ebenso sehr wichtig, dass alle Verantwortlichen kontinuierlich in Kontakt stehen und bereits Alam geben – sollten sich der Eintritt besagter Situationen abzeichnen.

Somit zwingt, wie in allen anderen Phasen, auch die Risikoüberwachung zu konsequenter Zusammenarbeit aller Beteiligten. Was nützt es, dass meine mir zu verantwortenden Risiken nicht eintreten, definierte und von mir zu überwachende Maßnahmen auf meine Risiken korrekt wirken – aber um mich herum tritt ein Risiko nach dem anderen ein.

Wollen wir jetzt aber die Überwachung verlassen und zum Ende des Risikomanagement Prozess – Kreislaufs kommen.

Wie kommt der Kreislauf zum Abschluss?

  1. durch die Beendigung des Projekts, verlieren die Risiken ihre Grundlage und somit die Daseinsberechtigung
  2. durch Analyse und Neubewertung fällt das entsprechende Risiko aus der Liste der zu überwachenden Risiken (Achtung: auch die umgekehrte Richtung ist durchaus möglich, wenn sich herausstellt – Rahmenbedingungen haben sich erneut verändert)
  3. die ergriffenen Maßnahmen und deren Umsetzung haben genau so gewirkt, dass das entsprechende Risiko entweder nicht mehr besteht oder ebenfalls auf der zu überwachenden Liste gestrichen werden kann
Risikomanagement: Der Prozesskreislauf

Risikomanagement: Der Prozesskreislauf

All drei Wege sind in der Praxis üblich, doch solange das Projekt nicht abgeschlossen ist, sind die Wege 2 und 3 dynamisch in beide Richtungen existent.

Damit ist Risikomanagement als eine Schlüsseldisziplin im Projektmanagement, ein operativ kontinuierlicher Prozess – bis das Projekt seinen hoffentlich erfolgreichen Abschluss gefunden hat.

In einer nachgelagerten Risikomanagement – Betrachtung (vielleicht in Form eines Workshops) können alle Aktivitäten gewürdigt und bewertet werden. Diese Ergebnisse können unschätzbare Erkenntnisse für zukünftige Projekte liefern. Diese Chance sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

 

Bildquelle: Fotolia, © Gino Santa Maria

Sie fanden den Beitrag hilfreich? So bleiben Sie informiert…

Jetzt zu unserem kostenlosen Newsletter anmelden

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen? Stimmen Sie bitte ab und helfen Sie mir, die Beiträge weiter zu verbessern!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 Abstimmungen, Durchschnitt: 4,86 von 5)
Loading...