Menü

Kennzahlen & Dashboards

Kennzahlen und Steuerungssysteme

Was bringen Ihnen Kennzahlen und Steuerungssysteme?

Sehr viel – vorausgesetzt sie werden richtig verwendet! Mithilfe von Kennzahlen und Kennzahlensystemen können Sie die Effekte von komplexe Zusammenhänge darstellen, die Entwicklung Ihres Unternehmens beurteilen und Gefahren im Unternehmen schneller erkennen. Und das sind nur wenige Beispiele. Dabei gilt immer ein entscheidender Grundsatz: Kennzahlensysteme machen nur Sinn, wenn sie richtig verwendet werden!

Zum einen ist es nur sinnvoll, Schlüssel-Zustände zu messen und anzuzeigen (sog. Key Performance Indicators oder KPI´s). Zum anderen, müssen davor genaue Ziele festgelegt werden und danach ganz konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der entsprechenden Ziele abgeleitet und umgesetzt werden. Fragen Sie sich deshalb immer, was Sie eigentlich genau messen wollen.

Ein Beispiel: Ist es sinnvoll, die Anzahl der Kunden in einer Kundendatenbank zu zählen? Ja? Nein? Die Antwort darauf und eine Anleitung zur Erstellung eines individuellen Kennzahlensystems/weitere hilfreiche Informationen finden Sie in unserem Artikel zur XYZ-Analyse.

Ist eine Balanced Scorecard auch für kleinere Unternehmen sinnvoll?

Ja! Die knappen Ressourcen auf richtige strategische Ziele auszurichten, ist sowohl für große als auch für kleinere Unternehmen interessant. Für kleinere Unternehmen vielleicht sogar noch wichtiger. Einen erheblichen Vorteil stellen die relativ überschaubaren Kommunikationswege zwischen Geschäftsführung und Mitarbeiter dar. Das vereinfacht Ihnen das Vermitteln Ihrer Strategie erheblich und nimmt weniger Zeit in Anspruch.

Zwei Fragen sollten Sie sich grundsätzlich vor der Einführung einer Balanced Scorecard stellen:

  1. Verfolgen Sie schon eine konkrete Gesamtstrategie in Ihrem Unternehmen?
  2. Haben Sie den Willen und die Disziplin kontinuierlich Ursache-Wirkungsketten zu erstellen, vergleichen und zu verbessern?

Beides sind entscheidende Voraussetzungen, um mit einer Balanced Scorecard erfolgreich zu sein. Die Gesamtstrategie kann man sich erarbeiten, Wille und Disziplin kann man entwickeln – also ist alles im Rahmen des Möglichen.

Eine richtig angewendete Balanced Scorecard geht sogar weit über ein reines kennzahlenbasiertes Berichtssystem hinaus. Es kann als eine Art Managementsystem dienen!

Grundsätzlich spricht man von vier klassischen Bereichen:

  1. finanzwirtschaftliche Perspektive
  2. Kundenperspektive
  3. Prozessperspektive
  4. Potentialperspektive

Dabei wird eine Strategie greifbar gemacht und deren Umsetzung lässt sich durch festgelegte Kennzahlen verfolgen. Die Ziele werden dementsprechend ausgerichtet. Somit weiß jedes Teammitglied exakt, in welche Richtung Sie in Zukunft steuern. Gerade weil das Tagesgeschäft oft dazwischenkommt, ist ein gemeinsames Ziel umso wichtiger. Oft steigert das vor allem die Motivation und Zusammenarbeit von Mitarbeitern und Partnern. Mithilfe der Kennzahlen können Sie nun auch objektiv analysieren, wie sich die einzelnen Bereiche in Ihrem Unternehmen entwickeln. Zusammengefasst kann man sagen: Eine Balanced Scorecard hilft Ihnen nicht nur strategische Ziele in operative Größen umzuwandeln, sondern auch die Gesamtentwicklung Ihres Unternehmens zu jeder Zeit bewerten zu können.

Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel XYZ-Analyse.

Helfen Portfolioanalysen tatsächlich bei schwierigen Entscheidungen?

Portfolioanalysen verschaffen zuerst einmal einen guten Überblick, indem sie die aktuelle Situation (meistens graphisch) übersichtlich darstellen.

Die bekanntesten Typen sind:

  1. Die 4-Felder Matrix der Bosten Consulting Group (BCG-Matrix)
  2. Die 9-Felder Matrix von McKinsey

Die Vorgehensweise ist dabei theoretisch einfach.

  1. Sie legen für Ihr Unternehmen Prämissen fest
  2. Sie bewerten Ihr Unternehmen anhand von ausgewählten Kriterien
  3. Sie haben mehrere Handlungsalternative zur Auswahl und wählen ein davon aus

Weitere Matrixmodelle stellen die Technologieportfolien von Brockhoff und Pfeifer dar. Anstatt Märkte und Produkte in den Fokus zu rücken, konzentrieren sich diese beiden Varianten auf die Bewertung von Technologien im Wettbewerbsvergleich.

Möchten Sie mehr erfahren? In unserem Artikel Portfolio & Portfolioanalysen – Grundlagen und Anwendungen wird deren Bedeutung und Praxisrelevanz näher erklärt und anhand von Praxisbeispielen veranschaulicht.

Die ABC- oder XYZ Analyse – Was ist besser?

Die Kombination macht es!

Eine ABC-Analyse hilft Ihnen herauszufinden, welche Ihrer Produkte den höchsten Wertanteil besitzen Im Folgenden sehen Sie einer der am häufigsten genutzten Unterteilung am Beispiel des Umsatzes:

  1. A-Produkte: 80% des Umsatzes
  2. B-Produkte: 15% des Umsatzes
  3. C-Produkte: 5% des Umsatzes

So bedeutet A beispielsweise: Welche Produkte machen 80% des Umsatzes aus? Sie konzentrieren sich also auf den konkreten Wert Ihrer Produkte. Häufig steuern nur wenige Produkte einen verhältnismäßig hohen Umsatz bei. Ziel ist es, sich mit Hilfe der ABC-Analyse auf genau diese Produkte zu konzentrieren.

Dem gegenüber steht die XYZ-Analyse. Sie ermöglicht eine differenzierte Betrachtung Ihres Bedarfs. Konkret bedeutet das: Wie oft und wann benötige ich das Produkt in einem Jahr? Im Fokus stehe nun also Häufigkeit des Produktes und Zeitpunkte des Bedarfs. Daraus bilden sich Verbraucherreihen, die als Entscheidungsgrundlage für Ihre Beschaffungsstrategie haben.

Was bringt das Ihnen? Es reduziert Ihnen nicht nur laufende Monitoringkosten, sprich Geld, Zeit und Arbeitskraft. Im gleichen Zug dient die kombinierte ABC/XYZ-Analyse als entscheidende Basis für eine systematische Planung. Somit werden zukünftiger Vorhersagen über Bedarf, Bestand und Wert jedes Produktes einfacher, exakter und sicherer.

Die Inventur – Wie schonen Sie Ihre Nerven?

In der Vergangenheit ist schon manch ein Geschäftsinhaber bei einer Inventur blass geworden. Wieso? Eine Inventur ist bei vielen mit einem hohen Zeitaufwand und unnötigem Stress verbunden. Am Ende der Inventur gibt es meistens noch Differenzen zwischen Soll-Ergebnis und Ist-Ergebnis – sogenannte Mehr- und Mindermengen. Wie soll man damit umgehen?

Es gibt grundsätzlich noch eine ganze Reihe an weiteren bedeutenden Fragen:

  • Muss eine Inventur überhaupt durchgeführt werden?
  • Wenn ja, welche Inventurmethode muss angewendet werden?
  • Welche Regeln gibt es?
  • Muss alles genau erfasst oder kann geschätzt werden?

Und das sind nur einige Beispiele.

Dabei stellt sich natürlich auch die Frage, wie man eine Inventur ohne großen Aufwand, einfach und so exakt wie möglich gestaltet.

Die Einführung eines 5S-Systems kann zum Beispiel vieles erleichtern. Außerdem können Sie sich die Inventur mit kleinen digitalen Hilfsmitteln wesentlich vereinfachen und Zeit sparen.

Lesen Sie den Artikel zur Inventur, um mehr über die oben genannten Punkte zu erfahren. Zusätzlich finden Sie dort weitere hilfreiche Informationen, wie Sie in Zukunft mit alten und neuen Wegen eine solide Inventur durchführen und sich unnötigen Aufwand ersparen. So schaffen Sie sich mehr Freiraum für wichtige Dinge.

Bildquelle: fotolia, © Robert Kneschke

Unsere Beiträge zum Thema Kennzahlen & Steuerungssysteme