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Strategie und Leitbild – um was geht es hier?

Strategie und Leitbild

Strategie im Unternehmen – was steckt dahinter?

Die Wörter Vision, Mission, Leitbild und Strategie hat jeder schon mal gehört. In welchem Zusammenhang die Begriffe in Bezug auf die Organisation eines Unternehmens stehen, ist vielen unklar. Wir verschaffen hier einen Überblick, denn Strategie und Leitbild sind immens wichtig für die Zusammenarbeit von Menschen mit gemeinsamen Projekten.

Was steckt hinter dem Begriff “Strategie”?

  • Die Vision ist die Vorstellung, wie der Betrieb in Zukunft aussehen soll. Strategische, d.h. langfristige Projektvorgaben reichen weit über das Tagesgeschäft hinaus. Die Vision definiert den Nutzen für die Gesellschaft, den man schaffen will.
  • Die Mission bezeichnet den Auftrag eines Betriebs, den es zur Erreichung seiner Vision „angenommen“ hat. Konkreter als die Vision beschreibt sie den Beitrag, den das Unternehmen zur Realisierung des Nutzenversprechens leisten will.
  • Das Leitbild legt dar, auf welche Art und Weisen eine Firma Vision und Mission umsetzen will. Mitgliedern aller Hierarchieebenen fällt es mit dieser Handreichung einfacher ihr Handeln an der eher abstrakten Vision auszurichten. Die zentrale Funktion eines Leitbildes ist es, nach innen Orientierung zu geben.
  • Anhand der Strategie wird das Leitbild auf Dauer verfolgt. Sie hilft Ihnen aus der Vision Wegpunkte für das operative Geschäft abzuleiten.

Unternehmensstrategie – Management mit Ziel

Die Verbindung der langfristigen Vorhaben mit dem operativen Tagesgeschäft gehört zum strategischen Vorgehen. Es bringt Ihnen nichts die perfekte Vision auszutüfteln, wenn sie auf dem Papier bleibt und nicht gelebt wird. Strategien ermöglichen es, den Ideen Leben einzuhauchen und eine Planung zu beginnen. Die traurige Realität vieler KMU ist es, dass Pläne im Tagesgeschäft untergehen. Die Suche nach Informationen, Ressourcen und schlichtweg Zeit verhindert häufig den strategischen Fortschritt.

Auf dieser Überblickseite geben wir Ihnen einen ersten Einblick: Wie bekommen Sie ein Gefühl für Ihre Strategie? Welche Schritte folgen bis zum endgültigen Entwurf von Strategie und Leitbild? Eine hohe Bedeutung hat anschließend die Frage, welche Probleme in der Praxis auftauchen können.

Infografik Strategie und Leitbild
Infografik Strategie und Leitbild

Strategische Analyse und Planung von Ressourcen

Was wollen Sie erreichen? Welchen Mehrwert soll Ihre Firma haben? Haben Sie das Geschäft übernommen und wollten manches verändern? Hier bewegen wir uns im Bereich Strategie und Leitbild, auch wenn vielleicht die Orientierung nicht klar ist. Artikel, die Sie hier grundlegend weiterbringen sind zu den Themen Vision und Unternehmenskultur.

Die gefährlichste Situation ist immer die unbewusste „läuft doch“-Mentalität. Ohne neue Impulse und Steuerung könnten Sie sich schnell in einer verfahrenen Zwickmühle wiederfinden. In unserem Beitrag zur Anpassungsfähigkeit sehen Sie, was passiert, wenn man die eigene Strategie nicht kennt.

Schritt 1 Strategiebewusstsein
Schritt 1 Strategiebewusstsein

Planung der Unternehmensstrategie

Sie haben Ihre ersten Ideen gesammelt und wissen, was Sie in Ihrem Unternehmen erreichen wollen? Der nächste Schritt ist die Verschriftlichung der Erkenntnisse und die rationale Berechnung der verschiedenen Faktoren, die in Betracht kommen können. Hierzu gehören Marktanalysen, die definitiv die Mühe wert sind. Schließlich brauchen Sie eine Grundlage, um sinnvolle Meilensteine für die Strategieumsetzung zu formulieren.

Werkzeuge zur Strategieentwicklung

Ein verbreitetes Werkzeug zur Strategieentwicklung ist die Portfolioanalyse. Zwei bestimmte Formen der Portfolioanalyse erfreuen sich großer Beliebtheit. Zum einen ist das die BCG-Matrix, oder Marktanteils- und Marktwachstums-Analyse genannt. Mit ihr entwickeln Sie auch für KMU eine Strategie, mehr in dazu in unserem ausführlichen Beitrag. Die andere Form ist das McKinsey-Portfolio. Das McKinsey Portfolio bildet auf seinen Achsen die Marktattraktivität und den relativen Wettbewerbsvorteil des Betriebs ab. Daher wird es unter anderem Marktattraktivitäts-Wettbewerbsstärken-Portfolio genannt.

Schritt 2 Strategientwicklung
Schritt 2 Strategientwicklung

Strategietests im Vorfeld – lohnt sich das?

Dieser Bereich ist einer der schwersten: Sie haben sich Ihre Gedanken gemacht, sind von sich, ihren Projekten und der Strategie überzeugt und es passiert – nichts. Ihre Unternehmensstrategie greift nicht, die Angestellten sind passiv und die Kunden bleiben aus. Was ist passiert? Ein häufiges Problem ist es, die eigenen Ideen und Vorlieben umzusetzen, aber im Prozess die Zielgruppe aus den Augen zu verlieren. Testläufe in der Entwicklungsphase helfen Ihnen, Ihre anvisierte Gruppe zu bedienen. Je nach Größe kann es sich hierbei um einen großen Prototyping-Test handeln oder auch kurze Umfragen im Freundes- und Bekanntenkreis. Wichtig ist es, dass diese potenziell in die Zielgruppe fallen. In unserem Beitrag zur A/B-Seiten-Testung von Websites können Sie sich einen Überblick über das Verfahren verschaffen. Für Ihre digitalen Inhalte finden Sie in der Kategorie IT-Strategieentwicklung hilfreiche Artikel.

Schritt 3 Strategy Testing
Schritt 3 Strategy Testing

Ziele setzen für ideale Strategien

Die große Schwierigkeit besteht nicht darin eine Strategie zu entwickeln, sondern diese anschließend konstant umzusetzen. Notwendig ist ein guter Kontakt mit Angestellten und Geschäftspartnern. Sinnvoll ist es, sich ein Unternehmenshandbuch anzulegen. Darin kann jeder Firmenangehörige das Leitbild und die Strategie des Unternehmens nachlesen. Schwierigkeiten können bei der Operationalisierung, d.h. der Übernahme in die Arbeitsabläufe auftreten. Die Balanced Scorecard ist das ideale Mittel für das Management, um die Strategie offenzulegen und in messbare Kennzahlen umzuwandeln. An solchen Kennzahlen können sich Mitarbeiter im operativen Tagesgeschäft orientieren und man kann ihren Erfolg bei der Strategieumsetzung messen und bewerten. Beispielsweise kann in einem Unternehmen die Kostenreduktion in der Produktion ein strategisches Ziel sein. Damit an sich kann ein Mitarbeiter wenig anfangen. Deshalb leitet man aus diesem übergeordneten Vorhaben Messpunkte, wie z.B. die Ausschussmenge in Relation zur gesamten Produktion. Verringert man die Ausschussmenge, entstehen weniger Kosten. Legt man einen Soll-Wert fest, haben die Angestellten eine Zahl, mit der sie arbeiten können.

Kleine Ziele für beste Organisation

Eine weitere Möglichkeit zur Kommunikation der Geschäftsstrategie ist das Management by Objektives. Übersetzt heißt das: Führen durch Zielvereinbarung. Das Unternehmensziel wird in kleinere Einheiten aufgespalten. Die Vorgesetzten vereinbaren mit Ihren Angestellten konkret erreichbare Meilensteine in einem festgelegten Zeitrahmen.

Schritt 4 Strategie-Umsetzung
Schritt 4 Strategie-Umsetzung

Controlling – wie überprüfen Sie Ihren Strategie-Erfolg?

Sie haben Ihre Strategie entwickelt, Kennzahlensysteme angelegt und Ihre Ideen in die Tat umgesetzt. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben bereits viel erreicht! Die gefährliche Stolperfalle lauert jetzt: Sie müssen Ihre Strategie in der Praxis testen und das immer wieder. In unserem Beitrag „Strategie und ihre Umsetzung – Wie Sie die PS auf den Boden bekommen!“ gehen wir auf diesen fortlaufenden Prozess ein. Wenn Sie und Ihre Belegschaft nach der Einführung nicht am Ball, oder der Balanced Score Card, bleiben, verpufft der Effekt Ihrer ganzen Unternehmensstrategie. Die Zusammenarbeit soll nicht von Zahlen gesteuert werden, aber den Kontakt zwischen Markt, Betrieb und Ziele nicht verlieren.

Schritt 5 Strategie-Controlling
Schritt 5 Strategie-Controlling

Strategie-Beispiele aus der Praxis

Das große Bäckersterben – aufwachen, Ihr Bäckersleut!“ führt deutlich vor Augen, wie wichtig eine zukunftsorientierte Strategie ist. Schließlich herrscht ein hoher Konkurrenzdruck im Bäckereigeschäft. Weiterführend erfahren Sie, wie Traditionsbäcker verhindern können, von den großen Filialen platt gemacht zu werden.

Dagegen lesen Sie über die Einbettung von Kennzahlen in Vision und Strategie im Beitrag zu kennzahlgesteuerten Strategie am Beispiel eines Frisörs.

Typische Fehler aus der Praxis finden sich nachfolgend in „8 todsichere Methoden, seinen Handwerksbetrieb zu ruinieren…“. Diese Fehler wären einfach zu vermeiden gewesen und haben häufig schwerwiegende Probleme verursacht. Wissen ist Macht und durch mehr Informationen können Sie sich und Ihren Betrieb kritisch hinterfragen! Wenn Sie solche Fehler entdecken, sollten Sie Ihre Strategie dementsprechend anpassen.

Erreichen Sie mit den richtigen Strategien und Organisation Ihre Ziele!

Entwickeln Sie Ihre Strategie, sorgen Sie für eine gewissenhafte Umsetzung und setzen Sie sich realistische Ziele! Die besten Strategien entstehen mit den eigenen Möglichkeiten vorm Auge und sollten nicht an einem bloßen Begriff scheitern. Lesen Sie in der Kategorie verschiedene Ansätze, bis Sie für Ihr Unternehmen die richtige Strategie oder das passende Leitbild gefunden haben!

Bildquelle: fotolia, © Evgenia Tiplyashina

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